Marsch fürs Läbe 2011

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Marsch 2011: Bildergalerie

 

Tränengas und Wasserwerfer am Marsch für s’Läbe

Das schönste Bild: Familie Käser mit ihren beiden adoptieren Kindern

Über 1‘000 Christen (gemäss Angaben der Polizei 1500 Personen) aus verschiedenen Kirchen trafen sich heute trotz Drohungen linksautonomer Kreise auf dem Zürcher Helvetiaplatz. Schon zu Beginn der Veranstaltung eröffneten die tatsächlich überaus zahlreich erschienenen Krawallanten ihr Pfeif- und Hupkonzert. Da sie die professionelle Tonanlage jedoch nicht übertönen konnten, drängten die Opponenten bald auf den Helvetiaplatz. Offenbar waren sie entschieden, die Kundgebung mit Gewalt aufzulösen. Nur ein entschiedener und kraftvoller Einsatz der Zürcher Stadtpolizei konnte verhindern, dass die Kundgebung, an welcher auch viele Kinder, Jugendliche und Senior/-innen teilnahmen, ins Chaos ausartete.

Die Organisatoren haben sich bei der Polizei sogleich öffentlich für ihren hilfereichen Einsatz bedankt. Dass der kostspielige Aufmarsch dutzender Polizisten in voller Montur nötig geworden ist, finden die Lebensschützer bedauerlich. Ein  Anlass, der für uneingeschränktes Lebensrecht aufruft, sollte dem Steuerzahler nicht horrende Kosten für Personal, Einsatzfahrzeuge, Wasserwerfer und Tränengas aufbürden. Doch die Schuld für diese Auslagen tragen nicht die Organisatoren, sondern radikale Anarchos und egoistische Partygänger, welche ihre Gewaltbereitschaft in den letzten Tagen öfters unter Beweis stellen.

Die Trägerschaft, bestehend aus elf Organisationen aus einem gemischt politisch-kirchlichen Umfeld, beharrt trotz der Angriffe auf ihrem Recht der freien Meinungsäusserung sowie auf dem Versammlungsrecht. Auch zum 10. Jahrestag der Fristenlösung im kommenden Jahr wollen die Lebensschützer wieder marschieren. Der Marsch für s’Läbe 2011 hat sie motiviert, künftig noch entschiedener dafür zu kämpfen, dass die Menschen in der Schweiz wieder uneingeschränktes Lebensrecht geniessen dürfen, und zwar vom Mutterbauch bis zum Sterbebett!

Der erste Schweizer Marsch für s’Läbe im September 2010 war ein überraschender Erfolg. Längst finden in vielen Städten der Welt Bekenntnismärsche für das Leben statt. In Paris waren es am 23. Januar 2011 ca. 40'000 Teilnehmer, in Washington USA einen Tag später 400'000 Personen. Dass bei der ersten Durchführung in der Schweiz fast 800 Personen am Marsch durch das Zürcher Stadtzentrum mitmachten, war ein guter Start. Das eindrückliche Erlebnis ermutigte die Organisatoren, auch 2011 einen Marsch für s’Läbe durchzuführen. Schweizer Lebensschützer sollen so lange marschieren, beten und sich politisch engagieren, bis alle Menschen in der Schweiz wieder uneingeschränktes Lebensrecht haben. 


Der Marsch 2011 wird um 14.00 Uhr auf dem Zürcher Helvetiaplatz mit einer Kundgebung starten. Um 15.00 Uhr ziehen die Teilnehmenden, begleitet durch den Powersound einer 50-köpfigen Steelband, durch das Zürcher Stadtzentrum inkl. Bahnhofstrasse. Um 16.30 Uhr endet der Anlass mit einem überkonfessionellen Gottesdienst wiederum auf dem Helvetiaplatz.

© Dan Race - Fotolia.com


Der Marsch 2011 greift das Thema der vorgeburtlichen Selektion auf. Die Medizin hat grosse Fortschritte gemacht; sie hat aber auch ihre Schattenseiten. Immer häufiger wird Menschen mit einer Behinderung (z.B. Down Syndrom, Spina Bifida, fehlende Extremitäten) das Recht verwehrt, das Licht der Welt zu erblicken. Zudem hat eine Mehrheit des National- und Ständerates dafür votiert, im Reagenzglas befruchtete Eizellen auf genetische Defekte zu untersuchen, bevor sie einer Frau eingepflanzt werden (Präimplantations-Diagnostik PID). So will man sich die Möglichkeit sichern, behinderte Menschen frühzeitig entsorgen zu können. Wenn sich das Volk gegen diese Entwicklung nicht wehrt, wird der Druck der Krankenversicherer, nur noch gesunde Kinder zu gebären, immer weiter zunehmen. In naher Zukunft wird dann als ‚asozial‘ gelten, wer ein behindertes Kind zur Welt bringt.

 

© Sven Bähren - Fotolia.com

 

Es ist paradox. Behinderten-Organisationen machen Werbung, mit welcher sie die Identität und Lebensqualität behinderter Menschen hochleben lassen. Wenn jedoch Menschen vor ihrer Geburt auf Grund einer Behinderung liquidiert werden, schweigen die meisten dieser Organisationen. Der Marsch für s’Läbe wird gegen diesen Trend der Rassenhygiene vehement Stellung beziehen.

 

ALLE Menschen haben ihre behindernden Grenzen. Wenn unser Volk jenen mit einer offensichtlichen Behinderung das Lebensrecht verweigert, machen wir uns schuldig und geben der Zerstörung Raum. Viele Mütter und Väter, Ärzte, Sozialarbeiterinnen, Pflegefachfrauen etc. sind durch den medizinischen Fortschritt herausgefordert. Der Marsch für s’Läbe am 17. September 2011 soll  Betroffenen Mut machen, sich für das Leben zu entscheiden. An der Kundgebung werden Personen zu Wort kommen, die heute nur mehr wenig Chancen hätten, den Mutterleib lebendig zu verlassen. Sie und ihre Angehörigen werden berichten von den Herausforderungen und Freuden eins Lebens mit behindernden Grenzen.

Auch 2011 - auf die Strasse für das Leben!!

Programm

14.00 Uhr: Kundgebung auf dem Helvetiaplatz, 8004 Zürich

  • Kurze geistliche und politische Inputs (Moderation: Daniel Regli
  • Kurzreferat: alt Nationalrat Christian Waber, EDU)
  • Lebensberichte von Personen mit einer Behinderung und betroffenen Eltern
  • Musik: Rapper Sent, Mario Schaub, «Samba Shine Jesus» Steelband der IEG Church, Rümlang

15.00 Uhr: Marsch durch das Zürcher Stadtzentrum

  • 1. Marschteil: Trauermarsch für Kinder, denen das Leben verweigert wurde
  • 2. Marschteil: Buntes, fröhliches Bekenntnis zum Leben für Jung und Alt
  • Route:  Helvetiaplatz – Stauffacher – Sihlporte – Bahnhofstrasse – Bären-gasse – Talacker – Sihlporte – Stauffacher – Helvetiaplatz

16.15 Uhr: Gemeinsames Bekennen der Charta für s’Läbe

 

16.30 Uhr: Überkonfessioneller Gottesdienst

  •  mit Pfr. Michael Herwig, Stiftung Schleife,Winterthur und Pfr. Dr. Roland Graf, Alpthal SZ)

17.15 Uhr: Ende der Veranstaltung

Ein sichtbar behinderter Mensch sagt Dir, warum sein Leben nicht sinnlos ist:

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