Marsch fürs Läbe 2012

Lebensrecht für jedes Ungeborene!

Zum 3. Mal fand am Samstag, 15. September 2012, in Zürich der Marsch für’s Läbe statt. Gemäss Schätzung der Organisatoren  wagten sich trotz erneuter Androhung von linken Störaktionen 1500 – 2000 Menschen ins Zürcher Stadtzentrum, um das Recht auf Leben für jedes Ungeborene einzufordern. 

‚100‘000 Kinder fehlen‘ war das Motto der diesjährigen Veranstaltung. In seinem Eröffnungsvotum erinnerte OK-Präsident Daniel Regli daran, dass jedes einzelne Kind eine ganze, reiche Welt für sich sei. Die Tötung von 11‘000 Ungeborenen sei somit ein riesiger Schaden für das Schweizer Volk, den Christen nicht stillschweigend hinnehmen dürften.

Wie schmerzlich die Folgen von Abtreibung sein können, erzählte die Baslerin Tünde Lodi an der Kundgebung zu Beginn der Veranstaltung.  Die aus Ungarn in die Schweiz eingewanderte Frau hat in einer verzweifelten persönlichen Situation zweimal eine Abtreibung vorgenommen. Um die Trauer über die fehlenden Kinder auszudrücken, zündete sie in Kirchen jeweils eine Kerze pro Kind an. Als sie später dann doch noch eine Tochter zur Welt bringt, tröstete dies Frau Lodi in gewissem Masse. Trotzdem blieben Schuldgefühle. Erst nach einer Depression und Selbstmordgedanken konnte sie ihre Last in der Seelsorge Gott abgeben und Vergebung empfangen.

Nach dem bewegenden Bericht folgten zwei Beiträge, welche die Teilnehmende dazu ermutigten, sich ohne Furcht vor Konsequenzen für das Lebensrecht der Ungeborenen einzusetzen. Dagmar Müller, Cham, musste ihren Traumberuf Hebamme aufgeben, weil sie sich weigerte, bei Abtreibungen zu assistieren. Die Kündigung war eine existenzielle Herausforderung. Frau Müller musste sich neu orientieren und war finanziell nicht abgesichert. Doch ging sie im Vertrauen auf Gott weiter und fand neue, sichere Tritte auf dem Lebensweg. Seit vielen Jahren berät sie schwangere Frauen in Not und ebenfalls Frauen, die abgetrieben haben. Dagmar Müller ermutigte dazu, betroffene Frauen in Liebe abzuholen, anstatt sie zu verurteilen.

CVP-Nationalrat Alois Gmür, Präsident des Spitals Einsiedeln und Mitinitiant des Babyfensters, verwies auf Gründe auf, warum Mütter ein Baby aussetzen. Er versteht es als Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit auch Ungeborene von Eltern in schwierigen Situationen leben dürfen und nicht abgetrieben werden. Dazu sei das Babyfenster eine gute Möglichkeit.

Wie schon die Kundgebung, so war auch der Marsch heftigem Widerstand eines ‚Bündnisses für selbstbestimmtes Leben‘ ausgesetzt. Das grosse Polizeiaufgebot konnte und wollte die Lärmattacken der Opposition mit Trillerpfeifen und Fussball-Tröten aber nicht stoppen. Auf dem Marsch kam es verschiedentlich zu Handgreiflichkeiten, als einzelne Angreifer sich der Kreuze des Trauerzuges bemächtigen wollten.

Das erste Viertel des ca. 400 Meter langen Marschzugs durch das Züricher Stadtzentrum war ein stiller Trauerzug mit Kreuzen und Kindersärgen. Dahinter folgte ein lautes und  buntes Familienfest mit Banner, Plakaten, Ballonen, Themenwagen. Musikalisch  wurde das Familienfest von einer dröhnenden Steel-Band und einer polnische Jugend-Gruppe von 50 Personen begleitet.

Nach dem Marsch beendete ein überkonfessioneller Gottesdienst die Veranstaltung. Pfr. Rudolf Nussbaumer, Steinen SZ, erinnerte daran, dass jedes neugeborene Baby ein Wunderwerk Gottes sei. Mit Abtreibungen würden sich Menschen ihre Zukunft verbauen, denn Egoismus führe immer in eine Sackgasse. Auch Pfr. Hansjürg Stückelberger, Binz ZH, führte aus, dass das Leben nur in der Schöpfungsordnung Gottes gelingen könne. Stückelberger plädierte dafür, dass das christliche Menschenbild wieder zur Leitkultur der Schweiz werde.

Nach der Auswertung des Marsches wird das OK im kommenden November die Weichen für weitere Aktionen und den Marsch für s’Läbe 2013 stellen. Zu den 11 Organisationen aus dem evangelischen und katholischen Umfeld, die dem Marsch 2012 verantwortet haben, haben sich bereit 3 weitere Vereinigungen interessiert gezeigt, in der Trägerschaft mitzuwirken. Für die Organisatoren ist jedes einzelne Kind ein Wesen, das leben möchte. Somit sei es ein Gebot jeder Stunde, den „Marsch für s’Läbe“ ohne Ende weiter zu führen.

Werbung auf dem Zürcher Hauptbahnhof

Um viele Reisende auf den Marsch fürs Läbe aufmerksam zu machen, läuft im HB Zürich auf dem grossen E-Board folgende Werbebotschaft:

 

 

 

Flyer Download:      

3. Marsch fürs Läbe, 15. September 2012, 14.00 Uhr, Münsterhof Zürich

100'000 Kinder fehlen!

2002 hat sich das Schweizer Volk für die Einführung der Fristenlösung entschieden. Seither wurde es mehr als 100'000 Kindern in unserem Land verweigert, das Licht der Welt zu erblicken. Wo ist das Lachen dieser Kinder, die nicht leben durften? Was ist geworden aus ihrer Fähigkeit, Liebe zu empfangen und zu geben? Wohin sind ihre Geschichten versickert, ihre Träume verweht? Was ist aus den Menschen geworden, die diesen Kindern das Leben verweigerten? Fristgerecht innerhalb von 12 Wochen! Mütter, Väter, Ärzte, Hebammen. Verdrängen sie noch oder leiden sie bereits, weil sie getötet haben? 

'100'000 Kinder fehlen!' ist das Motto des '3. Marsch fürs Läbe', der am 15. September 2012 auf dem Zürcher Münsterhof startet. Mit der Kundgebung und dem anschliessenden Bekenntnismarsch durch das Zürcher Stadtzentrum protestieren evangelische und katholische Christen gegen das tödliche Geschäft der Abtreibung. Ein Volk, das seine Nachkommen nicht leben lässt, arbeitet an seiner eigenen Zerstörung. 

13 Organisationen, die sich für das uneingeschränkte Lebensrecht einsetzen, rufen dazu auf, der individuellen und gesellschaftlichen Abwärtsspirale mutig entgegen zu treten. Die Fristenlösung ist ein Fluch für das Schweizer Volk, der wieder abgewendet werden muss. 

Reihen auch Sie sich ein in den Marsch fürs Läbe! Setzen Sie Zeichen des Lebens gegen den lautlosen Tod der Allerschwächsten!

Wenn Sie mit dem Car nach Zürich reisen wollen: eine befreundete Organisation hat Carreisen aus fünf Schweizer Regionen auf den Zürcher Münsterhof organisiert. Infos finden Sie hier! Einfach einsteigen, in Zürich für die allerschwächsten Lebensbedrohten auf die Strasse gehen und danach wieder bequem nach Haus reisen.

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