04.10.2016

Das Wunder von Bern

Mehr als eineinhalb Stunden lang hatten die Gegner des 7. Marsch fürs Läbe geschrien und mit ihren lärmigen Instrumenten die Kundgebung gestört. Nur dank einer guten Tontechnik konnten die Teilnehmenden überhaupt verstehen, was auf der Bühne berichtet wurde.

Dann, kurz vor halb fünf, wurde es plötzlich ganz ruhig auf dem Bundesplatz und in der Ferne hörte man Kirchenglocken. Eine übernatürliche Stille legte sich auf die Kundgebung, als fast alle der 1'700 Teilnehmenden auf die Knien gingen, um Gott um Vergebung zu bitten für die eigenen persönlichen Verfehlungen und für die Lebensfeindlichkeit in der Schweiz.

Beatrice Gall, Moderatorin des ökumenischen Gottesdienstes, hatte zu diesem Bussgebet aufgerufen und war selber als erste auf die Knie gegangen. Als Jung & Alt sich ebenfalls hinknieten, verstummte plötzlich der Lärm der Gegner. Das stand in keinem Programmheft! Und es hätte auch von keiner menschlichen Macht so organisiert und durchgesetzt werden können. Die dichte Stille war ein Moment der spürbaren Gegenwart Gottes.

Viele der Teilnehmenden wurden dadurch speziell ermutigt, sich weiterhin und noch entschiedener für das Recht auf Leben einzusetzen. Die Trägerschaft wird sich Mitte November treffen, um den Marsch 2016 auszuwerten und über die Zukunft des Projekts zu entscheiden. Grundsätzlich ist es klar, dass die Forderung nach dem Recht auf Leben weiterhin in die Öffentlichkeit getragen werden soll. Es braucht die Stimme von Christen, die die Todesspirale der Abtreibung und Eugenik öffentlich beim Namen nennen und eine Umkehr zum Leben fordern. Diese Stimme soll auch 2017 erklingen!