31.01.2017

Januar 2017: Ein Monat für das Leben!

Mit dem „Marche pour la Vie“ in Paris und dem „March for Life“ in Washington fanden im Januar 2017 gleich zwei Grossereignisse für das Lebensrecht statt. Besonders erfreulich: In den USA wurde der Marsch dieses Jahr erstmals offiziell von der Regierung unterstützt. Am 27. Januar nahmen hunderttausende, vorwiegend junge Menschen am Lebensrechtsmarsch in Washington DC teil. Unter ihnen befand sich erstmals auch ein Vizepräsident der USA. Mike Pence, dessen Frau schon seit 16 Jahren immer beim Marsch dabei ist, sagte am Rande der Veranstaltung vor rund 100’000 Anwesenden: „Ich bin zutiefst berührt, das Privileg zu haben, an diesem historischen Tag teilnehmen zu können.“ Es ist das erste Mal seit der Legalisierung der Abtreibung vor 43 Jahren, dass eine US-Regierung ganz offiziell und aktiv den Marsch für das Leben unterstützt.

Unterdessen kämpfen die französischen Lebensschützer um ihr Recht auf freie Meinungsäusserung. Dafür – und um für das Lebensrecht zu marschieren – kamen am 22. Januar nach Angaben der Organisatoren 50'000 Menschen nach Paris. Der Marsch, an dem auch eine Schweizer Delegation teilnahm, setzte somit dieses Jahr nicht nur ein Zeichen für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder. Denn das französische Parlament debattiert derzeit heftig über einen Gesetzesentwurf, womit die Regierung Hollande Informationsangebote von Prolife-Organisationen im Internet unterdrücken will. Lebensrechtler sollen mit diesem Gesetz zum Schweigen gebracht und ggf. sogar strafrechtlich verfolgt werden. Dies kommt einer Zensur gleich. Die Lebensrechtsorganisation „Choisir la Vie“, die den Marsch in Paris seit Jahren mitträgt, sagt dazu in einer Medienmitteilung: „Unsere Regierung, die sonst immer vorgibt, die Freiheit zu verteidigen, zielt mit diesem Gesetz auf die freie Meinungsäusserung, ja sogar auf die Denkfreiheit der Abtreibungsgegner, denen es ja nur darum geht, eine vollständige, wahre, und eben nicht ideologisch verkürzte Information über die Abtreibung und ihre Folgen anzubieten.“