20.09.2014

Solidarität mit Menschen, Träger eines Down-Syndroms

Der zum 5. Mal stattfindende ökumenische Marsch fürs Läbe hat am 20. September 2014 ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit behinderten Menschen gesetzt. Rund 2500 Personen zogen am Nachmittag durch das Zürcher Stadtzentrum, um das Lebensrecht aller Ungeborenen im Mutterleib einzufordern. Begleitet und geschützt wurde der Marsch auch dieses Jahr wieder von einem grossen Polizeiaufgebot. Linksautonome Kreise hatten erneut zu einer unbewilligten Gegendemo aufgerufen, um den Lebensrechtsmarsch zu stören und zu verhindern.

Die vor dem Marsch stattfindende Kundgebung im Zürcher Hafen Enge thematisierte den gesellschaftlichen Umgang mit Down-Syndrom-Menschen (DS). Zeigen vorgeburtliche Tests an, dass ein Kind an dieser Behinderung leidet, werden über 90% der Ungeborenen abgetrieben. Kritisiert wurde diese Entwicklung vom Erlanger Kinderarzt, Genforscher und Buchautor Prof. Holm Schneider. Der deutsche Lebensrechtler machte Mut, auch Kinder mit einem Down-Syndrom willkommen zu heissen. Danach erzählte eine junge Frau, die selbst vom Down-Syndrom betroffen ist, mit Elan und Humor vom Wert und den Freuden ihres Lebens und Arbeitens. Schliesslich berichtete eine Mutter über die Herausforderungen und den Gewinn des gemeinsamen Lebens mit ihrer DS-Tochter.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Hafen Enge wurde der Marsch fürs Läbe 2014 beendet. Bischofsvikar Christoph Casetti, Chur, und Pfr. Daniel Schaltegger, Wetzikon, ermutigten die Teilnehmenden, dem gesellschaftlichen Trend mutig zu widerstehen und sich gegen die Tötung unwillkommenen Lebens einzusetzen. Die ökumenische Trägerschaft plant, den Marsch fürs Läbe weiter zu führen. Da eine Zusage des Freiburger Bischofs Charles Morerod vorliegt, beim Marsch 2015 mitzuwirken, prüft die Trägerschaft als nächsten Veranstaltungsort Bern oder Freiburg.