Die Abtreibungen in der Schweiz stiegen in acht Jahren um 24%, im Jahr 2017 von 10.037 auf 12.434 im 2024. Das Berner Kantonsparlament lehnte im September 25 das Postulat ab, das die Aufdeckung der Gründe für diesen Anstieg forderte. Das war auch ein Nein für die Idee der Abtreibungsprävention dahinter: Frauen in Konfliktsituationen gezielter zu unterstützen. Zukunft CH berichtete. Was das Berner Parlament nicht tat, erledigte darauf der Nebelspalter. Er fragte bei verschiedenen Institutionen nach. Doch weder das Bundesamt für Gesundheit (BAG)- zuständig für die nationale Gesundheitspolitik- , noch die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe - sie reagierte erst zwei Wochen später auf Nachfrage auf die Anfrage -, noch die Stiftung sexuelle Gesundheit Schweiz - welche vom Bund mit über 790.000 CHF gesponsort wird -, haben auch nur eine vage Idee für eine Antwort.
Die Erfassung der Abtreibungsgründe ist bisher kantonal geregelt, darum uneinheitlich und unvollständig - die letzten dieser Zahlen publizierte das Bundesamt für Statistik im Bericht "Schwangerschaft und Geburten unter schwierigen Bedingungen 2022".
Den genannten Gründen ist eines gemeinsam: Diese Frauen fühlen sich in der Schwangerschaft und mit den Fragen in dieser neuen Lebenssituation alleingelassen und überfordert. Ein Grossteil der Frauen die abtreiben, wünschen sich darum mehr Unterstützung und 60% von ihnen, hätten ihr Kind behalten, wenn sie diese erhalten hätten. Eine einheitliche und umfassende Erhebung der konkreten Abtreibungsgründe ist nötig. Wenn die Frau auf dem Formular zur Einwilligung in die Abtreibung ihre Gründe ankreuzt, ist es jedoch zu spät. Wir für wirksame Prävention. Wirksame und rechtzeitige Prävention wäre das Angebot von Beratung- und Unterstützung in der Schwangerschaft im Moment, wo die Frau von der Schwangerschaft erfährt.
swiss.cath. - Medienpartner vom Marsch fürs Läbe hat den Nebelspalter-Artikel vollständig publiziert: https://www.swiss-cath.ch/artikel/kaum-jemand-will-wissen-warum-abtreibungen-in-der-schweiz-zunehmen
